Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension: Magnus Chase - Das Schwert des Sommers


So lange habe ich darauf gewartet, endlich auch mit dem ersten Band zu Magnus Chase starten zu können. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, Rick Riordans Magnus Chase - Das Schwert des Sommers zu lesen. Wie mir die Geschichte rund um Magnus Chase gefallen hat und ob meine Erwartungen als eingefleischter Riordan-Fan erfüllt wurden, erfahrt ihr in meiner heutigen Rezension.



WORUM GEHT ES?

Dass ausgerechnet er, ein obdachloser, stinknormaler Junge, von einem der nordischen Götter abstammen könnte, hätte Magnus Chase wohl nie gedacht. Erst als er an seinem sechzehnten Geburtstag von Satans Modeberater heimgesucht wird, kann er nicht mehr leugnen, dass es die Wesen der nordischen Mythologie offensichtlich doch gibt. Magnus erfährt etwas über seine Abstammung und auch über das verschollene Schwert des Sommers. Er muss das Schwert unbedingt finden, um die drohende Götterdämmerung zu verhindern. 


REZENSION

Als großer Riordan- und Mythologie-Fan durfte natürlich auch die Magnus Chase-Reihe nicht in meinem Bücherregal fehlen. Während Riordan bereits die griechischen, römischen und sogar die ägyptischen Götter in seinen Romanen behandelt hat, ist in Magnus Chase nun die nordische Mythologie an der Reihe. Man lernt die vermutlich bekannteren Götter wie Odin, Thor oder Loki genauer, aber vor allem anders kennen, als man es aus möglichen Film- und Comicuniversen gewohnt ist. Dazu begegnet man außerdem auch weiteren nordischen Gottheiten oder Wesen, die man nicht unbedingt kennt, wenn man sich nicht näher mit der nordischen Mythologie befasst.

Obwohl der Roman mit 560 Seiten ziemlich dick ist, kann man wirklich gut in die Handlung eintauchen und die Seiten fliegen nur so dahin. Dadurch, dass alles von Magnus selbst erzählt wird, bekommt die Erzählung gleich eine persönliche Note. Wie man es von Rick Riordans Romanen gewohnt ist, gibt es ganz hinten auch noch ein Glossar, in welchem nochmal alle wichtigen Begriffe oder Personen kurz erklärt werden, sowie eine kurze Übersicht über die Runen, die in dem Roman vorkommen.
Seiner humorvollen Art ist Riordan auch in diesem Band treu geblieben. Man darf die Geschichten über die Götter natürlich alle nicht ganz ernst nehmen, denn ganz so wahrheitsgetreu sind sie dann doch nicht. Aber das macht eben doch den Charme des Autors aus.
Mit Magnus Chase taucht nun ein Charakter im Riordan-Universum auf, der meiner Meinung nach ein wenig anders ist, als die anderen Protagonisten und gerade das gefällt mir. Warum anders? Weil er eben kein Kämpfer ist, wie auch im Roman oft betont wird. Helden können für gewöhnlich immer ausgezeichnet kämpfen, Magnus aber nicht. Er ist also kein Held in diesem Sinne. Es sind andere Merkmale, die ihn als Helden auszeichnen.
Anfangs bin ich mit Magnus allerdings nicht so warm geworden. Ich hatte Angst, dass er Percy Jackson vielleicht doch zu ähnlich war, aber das legte sich zum Glück sehr schnell. Magnus ist nämlich doch ganz anders als Percy. Nicht nur, weil sein Vater kein griechischer, sondern ein nordischer Gott ist, sie unterscheiden sich auch charakterlich. Magnus ist nämlich nicht nur sarkastisch, sondern auch furchtbar zynisch und gerade dieser Ton hat mir beim Lesen sehr gefallen! Er ist mir dann doch ans Herz gewachsen.

Ebenso verhält es sich mit den anderen Charakteren, die in diesem ersten Band auftauchen. Man bekommt als Leser tatsächlich einen bunten Haufen an diversen Charakteren serviert. Gottheiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten (und sogar zeitgemäß einen kleinen Serienjunkie unter sich haben), junge Einherjer, also Krieger Odins, die sogar aus ganz unterschiedlichen Zeitepochen stammen, und auch neue mythologische Wesen, die sich entweder als Freunde oder Feinde entpuppen.
Während es in der Percy Jackson- und der Helden des Olymp-Reihe ein Camp für junge Halbgötter gab, gibt es für die Kinder nordischer Götter das Hotel Walhalla. Nur jemand, der eines heldenhaften Todes gestorben ist, kann von einer Walküre ausgewählt und nach Walhalla gebracht werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie viel wir in den weiteren Bänden noch über das Hotel Walhalla erfahren, denn ich möchte unbedingt noch mehr darüber erfahren!

Alles in allem ist Magnus Chase - Das Schwert des Sommers ein hervorragender Einstieg in die neue Reihe. Man kann diesen Band sowohl als Riordan-Kenner, aber auch als Neuling lesen, denn er ist unabhängig von den anderen bisher veröffentlichten Werken des Autors. Selbst ich als eingefleischter Fan des Autors hatte das Erlebnis, in eine ganz neue Welt einzutauchen und freue mich schon sehr auf mehr nordische Götter und weitere Abenteuer von Magnus. Die unterschiedlichen Charaktere füllen die Geschichte rund um Magnus und machen die Erzählung dadurch abwechslungsreicher. Meine Erwartungen an diesen Roman wurden nicht nur erfüllt, nein, Rick Riordan hat sie sogar noch übertroffen. Ich kann es kaum erwarten, noch weitere Bände zu lesen!



FAZIT

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte mich Magnus Chase - Das Schwert des Sommers auf ganzer Linie überzeugen. Ein neuer Protagonist, neue Götter und neue Abenteuer warten auf die Leser, erzählt eine wunderbar zynische und lustige Weise. Egal, ob man bereits einen Roman des Autors gelesen hat oder nicht - Magnus Chase kann wirklich von jedem gelesen werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf weitere Abenteuer mit Magnus. Das Schwert des Sommers erhält von mir nicht weniger als fünf von fünf Kreuzen.




BUCHDETAILS

Titel: Magnus Chase - Das Schwert des Sommers
Autor: Rick Riordan
Übersetzung: Gabriele Haefs
Verlag: Carlsen
Preis: 19,99€
Sonstiges: Hardcover, 560 Seiten

Die Buchdetails sind der Webseite von Carlsen entnommen.

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